Fachschule Technik
Fachrichtung Holztechnik

Die Fort-und Weiterbildung von Tischlern hat in Detmold eine lange Tradition. Die 1893 gegründete private „Tischler-Fachschule Detmold“ und spätere Fachschule für Holzbetriebstechnik und Innenarchitektur gehört zu den im In-und Ausland bekanntesten Ausbildungsstätten im Holzbereich. Die Fachschule für Technik, Fachrichtung Holztechnik ist in einem 1986 fertiggestellten eigenem Gebäude untergebracht. Sie verfügt über funktionsgerechte Fachräume und Werkstätten mit neuesten Industriemaschinen.

Parallel zur Technikerausbildung haben die Studierenden an dieser Bildungseinrichtung auch die Möglichkeit, Vorbereitungskurse zur Meisterprüfung im Handwerk zu absolvieren

Die Fachschule führt zum Abschluss „Staatlich geprüfte Technikerin / Staatlich geprüfter Techniker“ und eröffnet den Einstieg in höhere Funktionsbereiche der Unternehmen. Mit dem Fachschulexamen sind Sie qualifiziert, Führungs-und Leistungsfunktionen auszuüben. Zusätzlich kann auf Wunsch die Fachhochschulreife erworben werden.

Meisterprüfung (Handwerk). Die Anerkennung des Teils 2 der Meisterprüfung im Tischlerhandwerk ist durch das bestandene Fachschulexamen möglich. Teil 3 und 4 der Meisterprüfung werden vor der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld bzw. der Industrie-und Handelskammer Lippe zu Detmold abgelegt.

Der Unterricht wird durch Lernbereiche strukturiert. Als Beispiel dienen:

  • Produktentwicklung Die Entwicklung und Konstruktion von Möbeln steht hier im Mittelpunkt. Kundenwünsche werden gestalterisch umgesetzt in Entwürfen und Angebote.
  • Produktherstellung Technische Spezifikationen werden festgelegt, Qualitätsanforderungen konkretisiert. Es wird konstruiert und kalkuliert unter Beachtung von Automatisierungsmöglichkeiten bzw. ökonomischen und ökologischen Erfordernissen.
  • Projekt I Im Rahmen dieses Projektes werden die entwickelten Möbel in Kleingruppen gefertigt. Der gesamte Projektablauf wird dokumentiert und präsentiert.
  • Projekt II Die Erfahrung betrieblicher Praxis steht im Mittelpunk von Projekt II. Die erworbenen Unterrichtsinhalte werden bei der Lösung betrieblicher Problemstellungen praktisch angewandt. Die Themen hierfür kommen von unseren Kooperationspartnern in der holzverarbeitenden Industrie bzw. Handwerk

Fachschulexamen Mit dem Fachschulexamen wird die erworbene Gesamt-qualifikationfestgestellt. Dazu werden drei schriftliche Arbeiten zu fachübergreifenden Themen angefertigt.

Fachhochschulreife Für den Erwerb der Fachhochschulreife wird eine weitere Prüfung gefordert

Unterrichtsorganisation Wir bieten zwei Möglichkeiten an:

1. Vollzeitform (Dauer: 2 Jahre) Die Klasse startet jährlich nach den Sommerferien. Der Unterricht findet von Montag bis Freitag in der Zeit von 7.50 Uhr bis 14.35 Uhr statt.

2. Teilzeitform (Dauer: 4 Jahre) Die Klasse startet alle zwei Jahre, immer in geraden Jahren. Der Unterricht findet am Dienstag-und Donnerstagabend von 17.30 Uhr bis 20.45 Uhr und am Samstag von 7.50 Uhr bis 12.50 Uhr statt.

Schulgeld und Prüfungsgebühren werden in der Fachschule nicht erhoben. Im Laufe der Fortbildung fallen jedoch Kosten für Verbrauchsmaterialien und den Erhalt der technologischen Einrichtungen an. Finanzierungshilfen in Form von Zuschüssen und Darlehen können gewährt werden nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz („Schüler-BAföG“) bzw. Aufstiegsfortbildungsgesetz („Meister-BAföG“). Nähere Auskünfte über Förderungsbedingungen und –möglichkeiten erteilen die Ämter für Ausbildungsförderung der Städte und Kreise

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Voraussetzung

  • Eine abgeschlossene Berufsausbildung der jeweiligen Fachrichtung und
  • ein entsprechender Berufsschulabschluss und
  • eine mindestens einjährige Berufserfahrung in dem entsprechenden Ausbildungsberuf.

Abschlüsse

  • Zusätzlich zum Fachschulexamen kann die Fachhochschulreife erworben werden.
  • Mit dem erfolgreichen Abschluss der Fachschule ist die Berechtigung verbunden, die Berufsbezeichnung "Staatlich geprüfte/Staatlich geprüfter …" mit Angabe des Fachbereichs, der Fachrichtung und gegebenenfalls des Schwerpunktes zu führen.

Kontakt

Walter Posselt
0 52 31 608 200
pow@ffb-lippe.de