Living, learning and working togehter – getreu dem Motto des nun seit fast 30 Jahren bestehenden Austauschprogramms zwischen dem Felix Fechenbach Berufskolleg und dem Atlanta Technical College (USA) erlebten 12 Schülerinnen und Schüler sowie Studierende aus Detmold mit den drei begleitenden Lehrkräften zwei Wochen lang den Schul-, Berufs- und Lebensalltag am College in Georgia. Nach dem Besuch der amerikanischen Delegation im letzten Herbst war die Wiedersehensfreude groß und die Integration in die Gastfamilien ging dadurch sehr schnell.
In der ersten Woche stand das „learning together“ an. Das Team vom FFB durfte am Unterricht ihrer Gastgeberinnen und Gastgeber teilnehmen und dabei aktiv mitgestalten. Hier gab es einige Unterschiede zum heimischen System kennenzulernen, man konnte sich aber auch über viele Gemeinsamkeiten austauschen.
Nach der Schule trat das „living together“ in den Vordergrund. Das Programm hatte es in sich, von kulturellen Aktivitäten wie der Besuch eines Gottesdienstes in der Ebenezer Baptist Church, der Gemeinde von Martin Luther King Jr., oder einer Tour nach Montgomery (Alabama) im Rahmen des „Black History Month“, über offizielle Termine wie die Besichtigung des Capitols, der Regierungssitz des Gouverneurs von Georgia, und ein Empfang beim Bürgermeister von Atlanta durch den Abgeordneten Antonio Lewis, bis hin zu Freizeitaktivitäten wie der Besuch der World of Coca Cola und dem Georgia Aquarium. Ein Highlight war sicherlich das NBA-Basketballspiel zwischen den Atlanta Hawks und den Utah Jazz in der State Farm-Arena, das erst in der letzten Sekunde zugunsten des Heimteams entschieden wurde. Trotzdem blieb noch genug Raum, um mit den Gastfamilien deren Alltag zu erleben, inklusive einer Superbowl-Party.

Die zweite Woche stand dann ganz unter dem Motto des „working together“. In ihren unterschiedlichen Fachbereichen (Gesundheit & Soziales, Holztechnik, Elektrotechnik und Hotellerie) nahmen die Detmolder am Berufsalltag im Süden der USA teil. Während in der Hotellerie vier verschiedene Hotels mit unterschiedlichen Konzepten besucht wurden, erlebten die Schülerinnen und Schüler und die Studierenden aus dem Elektrobereich beim Watershed-Management die Steuerung und Regelung der Ver- und Entsorgung im Wasserbereich der Metropole Atlanta. Die Schülerinnen aus dem Sozialwesen besuchten eine KiTa sowie den Offenen Ganztag einer Grundschule und im Holzbereich ging es auf eine Baustelle der „Habitat for Humanity“-Organisation, die über Spenden und freiwillige Helfer Wohngebäude für Bedürftige errichtet.

Am letzten Tag des Aufenthaltes wurde die amerikanisch-deutsche Gruppe von der Halle-Foundation empfangen. Die Halle-Foundation fördert den Austausch seit Beginn an. Initiator und Namensgeber Claus M. Halle legte dabei Wert auf die Unterstützung und die Stärkung der deutsch-amerikanischen Beziehungen, insbesondere im Bereich der Bildung junger Menschen, heute so wichtig wie beim Beginn des Austausches vor 30 Jahren.

