Lippe lädt ein - erfolgreiches Projekt am FFB
Wie bereits seit mehreren Jahren Tradition, veranstaltete die gastgewerbliche Abteilung des Felix-Fechenbach-Berufskollegs auch in diesem Jahr wieder eine praxisorientierte Projektwoche.
Mehr als 120 angehende Köche, Hotel- und Restaurantfachkräfte sowie die Fachgehilfinnen und -gehilfen im zweiten Ausbildungsjahre des Gastgewerbes setzten sich intensiv mit einer Thematik auseinander. Abschluss und Ergebnis bildete ein Wettkampf vor einer fachkundigen Jury, der neben den Lehrern auch Vertreter der Ausbildungsbetriebe angehörten. Hier mussten die Auszubildenden dann ihr ganzes Können unter Beweis stellen.
Erstmals arbeiteten in diesem Jahr Köche und Servicekräfte in gemeinsamen Teams an einem Thema: „Lippe lädt ein“.Im Anschluss an das Varusjahr sollte ein Wochenendarrangement entworfen werden, das den neugewonnen Gästen die Vorzüge des Lipperlandes gastronomisch näher bringt.
Während die Köche ein viergängiges Menü entwickelten und den darin enthaltenen Vorspeisenteller mit lippischen Spezialitäten präsentierten, kümmerten sich die Servicekräfte um die entsprechenden Getränke, erstellten ein touristisches Rahmenprogramm und einen Schautisch zum Thema.
Gleichzeitig mussten die Auszubildenden aber auch ihr eigenes Wissen über die Sehenswürdigkeiten der Region unter Beweis stellen. In einem Prüfungsgespräch beantworteten die Schülerinnen und Schüler Fragen wie „Welche drei Flüsse durchqueren das Lipperland?“ oder „Wer war Engelbert Kaempfer?“
Eine besondere Schwierigkeit schließlich stellte in diesem Jahr das Filetieren einer Forelle Müllerin dar. Das von ihren kochenden Kollegen fachgerecht gebratene Fischgericht wurde von einer der angehenden Restaurant- oder Hotelfachkräfte am Tisch der Prüfer gekonnt von den Gräten befreit und serviert. Eine der Fähigkeiten, die heutzutage nicht mehr in vielen Restaurants zu sehen sind.
Wegen des umfangreichen Prüfungsprogramms mussten die abschießenden Wettkämpfe in diesem Jahr an zwei Tagen stattfinden.
Zu sehen gab es während dieser Zeit einiges: Vorspeisenteller mit Köstlichkeiten wie „Reibekuchen von der lippischen Ananas“ (Steckrüben), „Blutwurst zwischen Himmel und Erde“ oder „gebratenen Blutwurstscheiben auf lippischen Pickertplätzchen".
Ein Stockwerk höher fanden sich zum Beispiel Schautische mit den Höhenzügen des Teutoburger Waldes (samt Externsteinen) als Blumengesteck oder ein in die Dekoration integrierter Hermann-Helm – natürlich ergänzt durch lippische Rosen in den unterschiedlichsten Variationen.
„Die Auszubildenden aus dem Gastronomie und Hotelbereich repräsentieren durch ihr Auftrten, ihr Wissen und ihre Leistung diese Region.“ so Günter Weigel, Geschäftsführer der Lippe Tourismus- und Marketing AG, der in diesem Jahr die Preise überreichte.
Neben den drei Siegerteams gab es noch Sonderpreise für die besten Leistungen zum Thema "Lippe". Gewonnen haben aber natürlich alle Teilnehmer, nicht zuletzt wertvolle Erfahrungen für die nächsten Monat anstehende Zwischenprüfung.














